Heu aus Niedersachsen – gut für Küche & Stall

Würzig duftendes Heu bringt auch im Winter einen Hauch von Sommer in den Kuhstall.

Gräser und Kräuter, konserviert durch Trocknung und mit einem maximalen Restfeuchtegehalt von gut zehn Prozent, sind ist das ideale Grundfutter für Rinder und Pferde, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Pferde haben eine empfindliche Verdauung, und neigen zu Koliken. Gras für Pferdeheu muss deshalb länger auf der Wiese stehen und hat anschließend einen höheren Rohfaseranteil. „Zu Engpässen bei der Grundfutterversorgung kommt es in diesem Jahr nicht, es ist ausreichend Futter am Markt, auch noch aus dem Vorjahr. Der erste Heu-Schnitt aus diesem Juni ist bereits abgelagert und kann verfüttert werden“, sagt Gerd Lange, Grünlandberater bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

In den nächsten Tagen und Wochen wird der zweite Heu-Schnitt in Niedersachsen eingefahren. Durch die Niederschläge in den vergangenen Wochen haben sich die Bestände von der Trockenheit erholt. 80 Prozent des Heus trocknen nach dem Schnitt auf der Wiese, deshalb ist das Wetter während dieser Zeit wichtig für die Qualität. Es muss täglich gewendet und abends geschwadet werden. Mit dieser Ablage in Reihen wird verhindert, dass über Nacht zu viel Feuchtigkeit wieder aufgenommen wird. Das trockene Gras ist empfindlich, die Halme brechen leicht und die Blätter der Kräuter fallen ab, wenn es zu häufig bearbeitet wird. Deshalb sollte es möglichst selten gewendet und schnell eingefahren werden. Die Landwirte hoffen auf ausreichend Sonnentage zur Heuwerbung.

Dauergrünland kann je nach Standort und Witterung zwei bis dreimal im Jahr abgeerntet werden. Es kann entweder zu Heu getrocknet oder mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt als Silage oder Heulage eingelagert werden. Je nach Verarbeitung wiegen die Rund- oder Quaderballen 200 bis über 400 Kilogramm. Kleine, handliche Ballen mit einem Gewicht von etwa 15 Kilogramm sind sehr arbeitsintensiv und teuer und werden inzwischen vor allem für Pferde- und Kleintierhalter angeboten oder von Landwirten für den Eigenbedarf gepresst. Über 700.000 Hektar Wiesen, Weiden und Mähweiden gab es im vergangenen Jahr in Niedersachsen

Aber nicht nur im Kuh- oder Pferdestall macht sich Heu gut – auch in der Küche kann es gut verwendet werden.

Beispielhaft sei hier die Heukartoffel vorgestellt :

Heukartoffeln mit Wildkräuter-Quark


Ofenkartoffeln (das sind schöne, ganz große Kartoffeln)
Kümmel, Majoran, ganze schwarze Pfefferkörner,
Lorbeer, Majoran, Wacholder
Pfefferkörner, Piment
Salz ( grobes – ich verwende Luisenhaller  )
etwas Gemüsefond

BEILAGE WILDKRÄUTERQUARK (Wildkräutertopfen):
Magerquark (Magertopfen), Milch
Saure Sahne (Sauerrahm), Estragon-Senf
Frühlingszwiebel (Lauchzwiebel)
Wildkräuter, frische (wie Quendel, Bergschnittlauch, Wiesenkerbel)
Salz & frisch gemahlener Pfeffer ( gut macht sich ein Mix aus Schwarz, Weiß & Rosa Beeren )

ZUBEREITUNG:

Die Ofenkartoffeln mit einer Bürste gut waschen. Mit Gabel anstechen, mit Kümmel, Majoran & Salz würzen.

Alufolie je nach Größe der Kartoffeln zurecht schneiden. Mit Heu, Lorbeer, Majoran, Wacholder, Pfefferkörner, Piment und groben Salz ganz auslegen.

Kartoffeln darauf setzen, mit etwas Gemüsefond angießen und gleich in Alufolie einwickeln (so dass nichts ausrinnt).

Backofen / Grill :
im vorgeheizten Backofen bei 220°C für 50-60 Min backen, bis Kartoffeln gar sind (Stäbchenprobe). Das ganze geht natürlich auch bei einem Grill mit indirekter Hitze, dauert auch in etwa gleichlang.

Wildkräuterquark :
Ist die perfekte Ergänzung. Aus Quark, Milch, Saurer Sahne (Sauerrahm), Estragon-Senf, Salz & Pfeffer sowie Frühlingszwiebel und frischen Wildkräutern ( wie Quendel, Bergschnittlauch, Wiesenkerbel) eine Mischung nach eigenem Geschmack machen.

Dazu entweder Fisch oder was anderes das vom Grill kommt.

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