Spargel – die deutschen Anbaugebiete haben losgelegt …

Landauf, landab werden jetzt schon die Kochbücher gewälzt – denn endlich ist wieder Spargel-Zeit. Dieses Jahr müssen Feinschmecker leider mit höheren Preisen rechnen. Vieles ist ja bekannt aber das eventuell noch nicht, deshalb gibt es hier wissenswertes rund um das edle Gemüse :

Namen: «Kaiserliches Gemüse», «Weißes Gold», «essbares Elfenbein» – für wenige Lebensmittel finden sich so poetische Bezeichnungen wie für den Spargel. Der wissenschaftliche Name Asparagus leitet sich vom griechischen asp(h)áragos ab, heißt es im Duden. Das stehe für «junger Trieb» – denn die Triebe der Pflanze sind es, die auf den Teller kommen.

Anbau: Die Berliner schwören auf das brandenburgische Beelitz, die Niedersachsen auf Nienburg & Braunschweig, in Hessen ist das Darmstädter Umland die Spargel-Hochburg – jede Region hat ihre eigenen Favoriten. In Bayern schätzen Schlemmer die «Stangerl» aus Abensberg bei Regensburg. Auch in der Pfalz wird gestochen. Flächenmäßig ist Spargel in Deutschland sogar das bedeutendste Freilandgemüse.

Küche: Mit Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise serviert ist der Spargel ein Klassiker. Aber auch Spargel mit Mangosoße oder Spargelbrot sind in der Küche angekommen. «Spargel ist kalorienarm, vitamin- und mineralreich und gilt mit Recht als König der Gemüse», sagte jüngst Klaus Mathey vom Verband deutscher Köche. Gelagert wird er am besten in einem feuchten Tuch im Kühlschrank.

Farben: In Deutschland wird meist weißer Spargel gegessen, doch in vielen Ländern wird lieber die grüne Variante serviert, etwa in Frankreich. Grüner Spargel wächst über der Erde und enthält noch mehr Vitamin C als der weiße. Auch violette Spargelköpfe gibt es, sie sind im Handel aber eher unbeliebt. Auf den Feldern soll schwarze Folie die Pflanzen vor dieser Färbung schützen.

Preis: Im vergangenen Jahr hatten Verbraucher im Schnitt gut sechs Euro pro Kilo zu zahlen, für diese Saison rechnen Experten mit 60 Cent bis 1,20 Euro mehr. Denn etwa die Hälfte der Kosten entfällt laut Kammern auf den Lohn der Spargelstecher. Aber auch die Witterung hat Einfluss. Der Spargelpreis ist zu Saisonbeginn am höchsten.

Fans: Viele Deutsche schwören auf das Gemüse, aber auch im Ausland hat der Spargel berühmte Fans. Der Sänger der schottischen Band Franz Ferdinand, Alex Kapranos, ist so ein Gourmet: «Das ist echt speziell deutsch, dieser weiße Spargel. Das ist cool.»

Tradition: Das Ende der Spargelernte ist üblicherweise der Johannistag am 24. Juni. Die Saison ist also kurz, denn die Pflanzen brauchen ausreichend Zeit zur Erholung bis zum ersten Frost, um auch im Jahr darauf kräftige Stangen hervorzubringen. Ausnahmen können Anlagen machen, die im Folgejahr keinen Spargel ziehen.

Und hier noch ein passendes Rezept 

2 Kg frische Spargelköpfe ( gibt es so zu kaufen ),

ca. 2-3 Liter Wasser,

ca. 1 Glas Mineralwasser ( der Teig wird dadurch fluffiger ),

Butter, Öl,

2 Eier ( L ),

200 g Mehl,

1 TL Zucker ( nicht mehr ),

Salz, Pfeffer, Muskat ( wenig ),

Bio Zitronenscheiben.

Den Spargel kochen

Spargelköpfe waschen und – sofern nötig – schälen. Spargel in kochendes Wasser geben, dem Salz und Zucker und wenig Butter (1-2 EL) zugegeben wurde und ca. 10 Minuten kochen lassen. Die Spargelköpfe anschließend mit einem Schaumlöffel herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Der Teigmantel herstellen
Die Eier trennen. Mehl, Eigelb, 2-3 EL Öl und Mineralwasser zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren. Teig nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Nun das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben. Die abgetropften Spargelköpfe in den Teig geben und einige Minuten ziehen lassen.

Die Spargelköpfe im Teigmantel frittieren
Die Spargelköpfe aus dem Teig heben und in heißes Frittierfett oder -öl geben und ca. 3 Minuten goldbraun frittieren. Die frittierten Spargelspitzen anschließend sorgfältig auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Zitronenscheiben garniert servieren.

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