Agrarpolitik Schweiz 2025

Im Jahr 2025 soll die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft mit einer ökonomisch erfolgreichen, ökologisch optimalen und sozial verantwortungsbewussten Nahrungsmittelproduktion die Bedürfnisse der Konsumenten und die Erwartungen der Bevölkerung erfüllen.

Weil die kommenden Herausforderungen nur mit einer Ausweitung des Geltungsbereichs der Agrarpolitik zu meistern sind, schlägt das Bundesamt für Landwirtschaf (BLW) in einem Diskussionspapier eine Strategie auf zwei Säulen vor: zum einen wird die bisherige Agrarpolitik optimiert – zum Beispiel mit einem neuen Direktzahlungssystem -, zum andern wird sie in Richtung einer integralen Politik für Landwirtschaft und Ernährung erweitert.

„Erfolg mit Nachhaltigkeit“ soll die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft im 2025 haben. Wie werden sich aber bis dahin die Rahmenbedingungen verändern? Mit welcher Strategie soll den künftigen Herausforderungen begegnet werden? Das BLW hat die wichtigsten Einflussfaktoren wie die Bevölkerungsentwicklung, das Wirtschaftswachstum, den Klimawandel und die Ressourcenknappheit analysiert. Daraus wurden drei Szenarien abgeleitet und der Handlungsbedarf für die Zukunft ermittelt. Zentrale Herausforderungen sind beispielsweise der bessere Schutz des fruchtbaren Kulturbodens oder die Erzielung weiterer Fortschritte im Ökobereich bei gleichzeitiger Beibehaltung der Produktion auf dem bisherigen Niveau. Zudem darf die Agrarpolitik nicht auf die Landwirtschaft allein fokussiert bleiben. Die ganze Ernährungskette, die Umwelt, der ländliche Raum sowie Bildung, Beratung und Forschung sollen besser berücksichtigt werden. Für das BLW ergibt sich damit eine doppelte Strategie: Optimierung der bisherigen Politik einerseits und Erweiterung in Richtung einer integralen Politik für Landwirtschaft und Ernährung andererseits. Die Strategie wird inhaltlich mit vier Schwerpunkten konkretisiert:

    * Eine sichere und wettbewerbsfähige Nahrungsmittelproduktion und -versorgung gewährleisten. Dabei geht es etwa darum, die Qualitätsführerschaft weiter auszubauen und Kostensenkungspotentiale zu realisieren.
    * Ressourcen effizient nutzen und den nachhaltigen Konsum fördern. Zur Erreichung der agrarpolitischen Ziele ist es notwendig, sowohl die Ressourcen effizienter zu nutzen als auch die Konsumenten besser zu informieren und so nachhaltiges Konsumverhalten zu fördern.
    * Vitalität und Attraktivität des ländlichen Raums stärken. Die Synergien mit den regionalen Partnern sind zu nutzen, die Diversifizierung (zum Beispiel Agrotourismus) zu verstärken.
    * Innovation und Unternehmertum fördern. Der unternehmerische Spielraum der Land- und Ernährungswirtschaft ist zu erweitern, die Zusammenarbeit und Vernetzung auszubauen.

Das Diskussionspapier des BLW soll in einem ersten Schritt mit den interessierten Kreisen diskutiert werden. Die Ergebnisse der Diskussion über die langfristige Strategie werden in die Vorbereitung der nächsten agrarpolitischen Reformetappe für die Jahre 2014 bis 2017 einfließen. Im ersten Halbjahr 2011 ist die Vernehmlassung dazu geplant. Darin wird aufgezeigt, welche Elemente der langfristigen Strategie bereits im Zeitraum 2014 bis 2017 realisiert werden sollen.

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